THOMAS NOACK
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Aktuelle  Infos zum Beruf  "Hausverwalter/in" (meine Sicht der Dinge): 


Die Anforderungen an selbstständige Hausverwalter/innen sind in den letzten Jahren rasant gestiegen und variieren stark nach Objekt und/oder Auftragsumfang. Dazu kamen u. a. in 2007 eine Erneuerung des Wohnungseigentumsgesetzes, in 2009 eine Neunovellierung der EnEV und vor allem nach BGH-Urteilen kommt es regelmäßig zu Neuauslegungen der Immobilien-Rechtsprechnung, die jedesmal schnell fachliches Umdenken erfordern ! 

Ausbildungsvorschriften sowie verbindliche Standesregelungen für den Beruf des Hausverwalters gibt es nach wie vor nicht. Jeder kann sich - ohne Nachweis von Fachwissen und Fähigkeiten - mit einer einfachen Gewerbeanmeldung gegen eine geringe Gebühr und ohne Auflagen als Hausverwalter selbstständig machen. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es oftmals um millionenteure Bauwerke oder Grundstücke geht, die es zu verwalten gilt.

Deshalb zieht diese Branche viele Quereinsteiger/innen auch reiferen  Alters aus anderen Berufen an, die sich hier etwas eigenes aufbauen wollen. Auch nebenberuflich Tätige sind nicht selten. Leider mangelt es nicht wenigen an ausreichenden Fachkenntnissen für die anspruchsvolle Aufgabe.

Sie müssen nicht so viel Wissen ansammeln wie ich als Trainer, aber eine gewisse Bereitschaft zur Ausbildung und vor allem zur laufenden Fortbildung sollten Sie dafür schon mitbringen.

Wie eingangs beschrieben, steigen die fachlichen Anforderungen an Hausverwaltungen unablässig. Deshalb werden sich "qualifizierte" Verwalter/innen zunehmend am Markt durchsetzen !

Bei den Maklern tut sich dahin gehend schon seit längerem etwas auf europäischer Ebene. Auch Deutschland zieht jetzt nach. Seit kurzem kann man sich nun auch hier auf "freiwilliger Basis" nach der "CEN-Norm 15733" als "qualifizierter Makler" zertifizieren lassen, wenn man gewisse Voraussetzungen (anerkannte Ausbildung und gewisse Praxiserfahrung) erfüllt sowie eine Prüfung besteht.

Für Hausverwaltungen gibt es ähnliche Bestrebungen, die allerdings erst am Anfang stehen. In meinen Augen kann es noch eine ganze Zeit dauern, bis sich auch dort  derartige Zertifizierungen als "marktbestimmende" Qualitäts-Standards durchsetzen werden. Es ist aber meine feste Überzeugung, dass es so kommen wird.

Die großen der Branche werden sicherlich als erstes auf diesen Zug aufspringen.
Achten Sie deshalb auf entsprechende Verlautbarungen in den Intenet-Auftritten der Hausverwalter-Verbände oder der großen Immobilienschulen.        

Auch wenn es sich um einen "unregulierten" Beruf handelt, muss man als Hausverwalter/in vielseitigere Kompetenz mitbringen, als viele meinen. Denn bei nachweisbaren Fehlern kann man durchaus schadensersatzpflichtig werden. Deshalb ist für jede seriöse Hausverwaltung eine ausreichende Betriebshaftpflichtversicherung inklusive Vermögensschadensversicherung unbedingt ein "Muss". Aufgeklärte Kunden werden Sie heutzutage sowieso darauf ansprechen.

Auf jeden Fall ist für diesen Beruf ein gewisses Maß an kaufmännischem Grundwissen, buchhalterischen Fachkenntnissen, juristischem Interesse (wird immer wichtiger), sowie (bau-) technischem Verständnis erforderlich.

Ganz wichtig ist ausgeprägtes Kommunikationsvermögen. Ohne ein solches wird es für eine/n Hausverwalter/in zumeist schwer in seinem Beruf. Dazu sollten Sie wissen, wie man Kontakte aufbaut, um an Kunden zu kommen. Da sie oft als Vermittler zwischen den unterschiedlichsten Parteien (Eigentümern, Mietern, Handwerkern, Behörden usw.) tätig werden müssen, sollten Sie auch über psychologisches Geschick verfügen. Nicht zuletzt auch wg. der Eurokrise und deren Folgen, wird das Konfliktpotential zunehmen.

Die Pflichtaufgaben eines Wohnungseigentums-Verwalters sind im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) unter dem
§ 27 festgelegt. Weitere Aufgaben mit Vergütung können mit dem Eigentümer bzw. der Eigentümergemeinschaft zusätzlich vereinbart werden.

Einen gesetzlichen Aufgabenkatalog für die Verwaltung von Mietobjekten gibt es nicht. Daher ergeben sich die Aufgaben einer Hausverwaltung hauptsächlich aus der vertraglichen Vereinbarung mit dem Objekteigentümer.

Die Weiterbildungsbranche und Berufsverbände bieten seit einigen Jahren verstärkt (Fern-)Lehrgänge und Fachfortbildungen speziell für Hausverwalter/innen an. Die richtige Auswahl ist allerdings nicht einfach, denn die Palette reicht von Wochenendkursen, einwöchigen Intensivtrainings bis hin zu längeren Kompaktausbildungen (Dauer ca. 6 - 12 Monate) im Präsenz- oder Fernunterricht.
Auch der Preisunterschied ist teilweise immens. Holen Sie deshalb immer mehrere Angebote ein und vergleichen Sie diese gut. Einige Adressen von anerkannten Schulen finden Sie auf meiner "Referenzen & Links - Seite".

Was Sie für eine Ausbildung brauchen, hängt von Ihren Vorkenntnissen ab und welche Leistungen Sie anbieten wollen. Bei der Auswahl Ihres Schulungsträgers sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass dieser am Markt anerkannt und bei möglicher Förderung über die Arbeitsagentur, von dieser dafür zugelassen ist. Klären Sie erst die Förderung verbindlich ab und unterschreiben Sie danach den Schulvertrag !

Für Neueinsteiger/innen mit anerkannter Ausbildung und durchdachtem Konzept, bietet die Hausverwaltungsbranche in meinen Augen nach wie vor gute Chancen, auch wenn der Ein-/Umstieg wg. des wachsenden Mitbewerbs nicht mehr ganz so leicht fällt wie früher.

Mehr dazu in meinen Seminaren oder in persönlicher Beratung.
 


Aktuelle Infos zum Beruf "Hausmeisterservice" (meine Sicht der Dinge):


Auch einen neben- oder hauptberuflichen Hausmeisterservice (HMS)  kann jederman ohne irgendwelche Nachweise oder Auflagen gegen eine geringe Gebühr  bei seinem zuständigen Gewerbeamt anmelden. Sobald Sie auf eigene Rechnung arbeiten, ist diese Anmeldung übrigens Pflicht !
 
Doch Vorsicht, ein Hausmeisterservice darf nicht alles tun. Nicht wenige Tätigkeiten dürfen nur mit bestimmten handwerklichen Qualifikationen und andere erst nach  gebührenpflichtiger Eintragung bei der HWK in die Handwerksrolle ausgeübt werden.  Auskünfte dazu vermitteln u.a. entsprechende Infobroschüren der nächstgelegenen größeren IHK, die man sich kostenfrei aus dem Internet herunterladen kann. Geben Sie dazu z.B. als Suchbegriff ein: "IHK München Handwerk-Service".

Mein persönlicher Tipp an Neueinsteiger/innen lautet, sich vor Tätigkeitsaufnahme mit Konzept und geplanter Dienstleistungspalette, auf der für Sie zuständigen Handwerkskammer (HWK) vorzustellen und sich dort beraten zu lassen, ob Sie die angedachten Tätigkeiten auch wirklich frei ausführen dürfen.  Dies erspart Ihnen möglicherweise viel Ärger oder gar eine kostenintensive Abmahnung.

Eine zusätzliche Mitgliedschaft in der HWK rechnet sich übrigens schon alleine aus  Marketinggründen. Denn anders als bei den Hausverwaltern gibt es bei den Hausmeisterservices bislang keine Verbände, die man als Referenz benennen könnte.   

Ausbildungsvorschriften  für die Inhaber /innen und Mitarbeiter/innen von Hausmeisterservices gibt es nicht.  Mitbringen für die Tätigkeit sollten Sie aber auf jeden Fall handwerkliches und gärtnerisches Geschick sowie Ordnungsliebe und ganz wichtig Dienstleistungsdenken. Ein dazu passender handwerklicher Beruf ist ein Vorteil, muss aber nicht sein !

Den größten technischen Weiterbildungsanbieter für Hausmeister/innen in Bayern,  die "TÜV SÜD Akademie GmbH"  finden Sie mit Direktlink auf meiner "Referenzen & Links -Seite". Dieses Institut ist auch zur Maßnahme-Förderung durch die Arbeitsagentur zugelassen. Darüber hinaus bieten einige größere Handwerkskammern mit dem "Fachwirt für Gebäudemanagement" eine interessante Aufstiegs-Weiterbildung an.

Kunden von selbstständigen Hausmeisterservices sind  Hausverwaltungen, Handels- und Industriebetriebe sowie  natürlich alle Immobilieneigentümer/innen, die Tätigkeiten rund um die Haus- und Grundstückspflege oftmals deswegen gerne extern vergeben, weil die Kosten dafür teilweise steuerlich ansetzbar sind. Auch diese Tatsache ist übrigens ein überzeugendes Marketing-Argument.

Die Preisfindung gestaltet sich anfangs oft recht schwierig. Daher sollte ein Hausmeisterservice auf jeden Fall seinen örtlichen Mitbewerb und dessen Leistungen in etwa kennen, um sich durch stark abweichende Angebote nicht selbst den Markt kaputt zu machen.

Für gut vorbereitete Neueinsteiger/innen mit durchdachtem Konzept bietet auch die Hausmeisterservice-Branche immer noch interessante Entwicklungsmöglichkeiten, auch wenn Sie hier schon auf mehr Mitbewerb stoßen als in der Hausverwaltungsbranche.

Eine sehr umfangreiche und über das Internet kostenfrei herunterzuladende Broschüre zur Gründung eines Hausmeisterservice stellt die IHK Schwerin bereit. Geben Sie dazu als Suchbegriff im Internet ein: "IHK Schwerin Hausmeisterservice". Nur bei den erlaubten Arbeiten, sollten Sie sich an die jeweiligen Merkblätter Ihrer nächstgelegenen IHK halten. Denn diese können je nach Bundesland ein wenig voneinander abweichen. 

Mehr dazu in meinen Seminaren oder in persönlicher Beratung.



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